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Wer verantwortlich ist
Firma, Anschrift, ein Mensch mit Namen und eine E-Mail-Adresse. Ohne diese Angabe weiß später niemand, an wen er sich wenden soll — und genau daran scheitert es im Ernstfall.
Werkzeug · Einverständniserklärung
Vor jedem Firmendreh kommt dieselbe Frage: Was unterschreiben die Mitarbeitenden eigentlich? Häufig landet dann ein PDF aus dem Netz auf dem Tisch, in dem eine fremde Firma steht, Verwendungszwecke, die gar nicht zutreffen, und kein Wort dazu, wie man die Zustimmung wieder zurückziehen kann. Unterschrieben wird trotzdem — und ein halbes Jahr später weiß niemand mehr, was eigentlich vereinbart war.
Der Generator baut Ihnen daraus ein Dokument, das zu Ihrem Dreh passt. Sie tragen Firma, Anlass, Kanäle und Geltungsdauer ein, sehen das Ergebnis beim Tippen entstehen und drucken es aus. Ihre Eingaben verlassen dabei den Browser nicht.
Bei Drehs mit mir brauchen Sie das nicht — die Einverständniserklärungen bringe ich fertig zum Drehtag mit, abgestimmt auf das, was wir vorhaben. Das gilt für jedes Format, vom Recruiting-Video ab 2.800 € bis zum Imagefilm ab 3.900 €. Das Tool hier ist für alles andere: interne Aufnahmen, ein Dreh mit jemand anderem, oder wenn Sie vor dem Termin schon etwas Fertiges in der Hand haben wollen.
Vorab in aller Klarheit
Ich bin Videograf, kein Anwalt. Was hier entsteht, ist eine Vorlage aus der Praxis: die Bausteine, die bei Firmendrehs üblicherweise in so einem Formular stehen, zusammengesetzt für Ihren konkreten Fall.
Was das Tool nicht leistet
Diese Vorlage orientiert sich an gängiger Praxis bei Firmendrehs. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit für Ihren Einzelfall — eine Haftung dafür ist ausgeschlossen. Sie ersetzt keine Rechtsberatung. Ob sie für Ihren Fall ausreicht, prüfen Sie bitte mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einer Anwältin — besonders bei Minderjährigen, bei Veröffentlichung außerhalb der EU oder wenn Aufnahmen über das Beschäftigungsverhältnis hinaus genutzt werden sollen.
Der Hinweis steht auch im erzeugten Dokument. Er ist keine Floskel: Ein Formular, das für eine Handwerksfirma mit fünf Leuten passt, passt nicht automatisch für ein Labor mit Betriebsrat.
Die Bausteine
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Firma, Anschrift, ein Mensch mit Namen und eine E-Mail-Adresse. Ohne diese Angabe weiß später niemand, an wen er sich wenden soll — und genau daran scheitert es im Ernstfall.
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Video, Foto, Ton. Das klingt nach einer Formalie, ist aber keine: Ein O-Ton auf der Website ist für viele etwas ganz anderes als ein stummes Bild in einer Bildergalerie.
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„Für Marketingzwecke“ ist die häufigste Formulierung und die schwächste. Besser: Website, Instagram, Karriereseite, Messestand, Presse. Je konkreter die Liste, desto klarer ist auch ein Jahr später erkennbar, was gemeint war — und desto schneller sehen Sie, ob ein neuer Einsatz noch dazugehört oder ob Sie besser nachfragen.
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Im Beschäftigungsverhältnis der heikelste Punkt. Es gehört ausdrücklich hinein, dass niemand einen Nachteil hat, wenn er nicht mitmacht — und es sollte im Betrieb auch so gelebt werden. Wer sich vor der Kamera unwohl fühlt, wird ohnehin nicht gut aussehen.
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Nach allem, was ich aus der Praxis mitgenommen habe, lässt sich das Recht am eigenen Bild nicht einfach abgeben — jemand kann sich zwei Wochen später umentscheiden. Mit einer klaren Widerrufsadresse haben Sie dafür einen geregelten Weg statt einer WhatsApp-Nachricht am Freitagabend.
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Unbefristet bis zum Widerruf oder mit festem Enddatum. Dazu ein Satz, was mit dem Material geschieht, wenn es nicht mehr läuft — sonst liegt es in fünf Jahren noch auf irgendeiner Festplatte.
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Bei Auszubildenden unter 18 unterschreiben zusätzlich die Erziehungsberechtigten — und ab etwa 14 Jahren kommt es auch auf die Zustimmung des Jugendlichen selbst an; eine bundesweit einheitliche Altersgrenze gibt es dafür nicht. Unabhängig davon gilt bei mir: Wer sich unwohl fühlt, wird nicht gefilmt.
Für Gäste und deren Kinder ist diese Vorlage nicht gedacht. Sie ist auf Beschäftigte zugeschnitten und enthält Sätze, die nur dort passen — etwa den Hinweis, dass aus einer Ablehnung keine Nachteile für das Arbeitsverhältnis entstehen. Beim Tag der offenen Tür arbeitet man stattdessen mit Hinweisschildern am Eingang und einem klaren Ansprechpartner vor Ort.
Aus der Praxis
Der Klassiker. Mein Vorgehen: die Person explizit fragen, ob die Weiterverwendung in Ordnung ist. Sagt sie ja, läuft das Video weiter. Sagt sie nein, gibt es zwei Wege — die Person herausnehmen beziehungsweise unkenntlich machen, oder die Aufnahme austauschen, notfalls mit einem Nachdreh. Zensieren fällt im Bild immer auf; Austauschen ist die sauberere Lösung, kostet aber Schnittzeit. Deshalb steht in der Vorlage eine Widerrufsadresse: damit dieser Anruf bei jemandem landet, der ihn bearbeiten kann.
Dass dieser Fall teuer werden kann, zeigt ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg vom 27. Juli 2023: Ein Werbetechniker war Ende April 2019 ausgeschieden, Video und Fotos liefen weiter, vollständig gelöscht wurde erst im Februar 2020. Das Gericht sah die Einwilligung mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses als nicht mehr tragfähig an und sprach 10.000 Euro zu — mehr als das Dreifache der ersten Instanz (Az. 3 Sa 33/22). Die Monate bis zur Löschung haben den Betrag nach oben getrieben, ausgelöst hat es das Weiterlaufen nach dem Ausscheiden. Ich erzähle das nicht, um Angst zu machen — sondern weil beim Ausscheiden ohnehin jemand die Liste durchgeht.
Alle im Raum müssen wissen, dass gedreht wird. Patienten filme ich grundsätzlich nicht, Kunden nur, wenn sie explizit gefragt wurden. Ansonsten sind Unbeteiligte höchstens über die Schulter oder unkenntlich zu sehen. Ein Schild am Eingang nimmt fast jedem die Sorge — sinngemäß: heute wird gedreht, Sie sind nicht zu sehen, ignorieren Sie die Kameras einfach. Die Einverständniserklärung deckt das Team ab, nicht das Publikum. Für Kundenverkehr braucht es die Ansage vor Ort.
Ein Film, der für Website und YouTube gedacht war, soll ein Jahr später als Kinowerbung laufen. Das ist ein anderer Verwendungszweck — sowohl gegenüber den gefilmten Personen als auch produktionsseitig. Wenn die Kanäle in der Erklärung konkret aufgeführt sind, sehen Sie sofort, ob der neue Einsatz gedeckt ist oder ob Sie noch einmal fragen müssen. Genau dafür ist die Aufzählung da.
Ein Satz, den ich oft höre. Meistens folgt ein Blatt von 2019, in dem kein Kanal genannt ist, keine Widerrufsadresse steht und die Hälfte der Unterzeichnenden nicht mehr im Haus ist. Bei einem neuen Dreh entstehen neue Aufnahmen — dafür braucht es auch eine neue Erklärung. Ein Formular pro Person und Produktion ist die einfachste Ordnung.
Die unterschriebenen Blätter sind nur so viel wert, wie sie auffindbar sind. Ein Ordner pro Dreh, digital eingescannt, mit Datum — das reicht. Wichtig ist, dass jemand zuständig ist. Wenn ein Widerruf kommt, muss man in Minuten sehen können, in welchen Videos die Person vorkommt.
Ausführlicher habe ich das im Ratgeber aufgeschrieben: Einverständnis, Drehgenehmigung & Co. — so handhabe ich es. Dort geht es auch um Drehgenehmigungen, öffentliche Events und Drohnenflüge.
Häufige Fragen
Nein. Ich bin Videograf, kein Anwalt. Die Vorlage orientiert sich an gängiger Praxis bei Firmendrehs, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit für Ihren Fall. Für eine verbindliche Auskunft, ob sie in Ihrem Fall ausreicht, wenden Sie sich an Ihren Datenschutzbeauftragten oder an eine Anwältin.
Nichts. Der Generator läuft komplett in Ihrem Browser — es gibt keinen Server, der die Daten entgegennimmt, keine Speicherung und keinen Mailversand. Wenn Sie die Seite neu laden, sind die Eingaben weg.
Nein, die Einverständniserklärungen bringe ich zu jedem Dreh mit. Das Tool ist für Fälle ohne mich gedacht — oder wenn Sie vorab intern etwas herumzeigen wollen, damit im Team niemand vom Formular überrascht wird.
Die Einverständniserklärung ist der Standard für Mitarbeitende — ein Formular, das den Rahmen beschreibt und jederzeit widerrufen werden kann. Der Modelvertrag ist das Werkzeug für Produktionen mit Models oder Statisten und höherem Budget; er ist deutlich verbindlicher. Dieser Generator erzeugt die Einverständniserklärung, nicht den Modelvertrag.
Aus meiner Praxis: die Person fragen. Ist die Weiterverwendung okay, läuft das Video weiter. Wenn nicht, wird die Aufnahme ausgetauscht oder die Person entfernt — Austauschen ist fast immer die sauberere Lösung. Damit dieser Fall überhaupt bei Ihnen ankommt, gehört eine Widerrufsadresse in das Formular.
Dann unterschreiben zusätzlich die Erziehungsberechtigten. Im Generator setzen Sie dafür einen Schalter, und das Dokument bekommt ein zweites Unterschriftenfeld. Bei Minderjährigen lohnt sich die Rückfrage bei Ihrem Datenschutzbeauftragten besonders — und unabhängig von jedem Formular gilt: Wer sich unwohl fühlt, wird nicht gefilmt.
Wenn ein Kanal dazukommt, der im Formular nicht steht, wird dafür neu gefragt. Praktisch heißt das: neues Blatt, neue Unterschrift. Deshalb lohnt es sich, vor dem Dreh einmal in Ruhe zu überlegen, wo das Material später wirklich laufen soll.
Ja. Neben dem Druck-Knopf gibt es „Text kopieren“ — damit landet das Dokument als reiner Text in der Zwischenablage und lässt sich in Word, Pages oder Google Docs einfügen und weiterbearbeiten.
Kennenlerngespräch
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