Ratgeber · Recruiting

Was kostet ein Recruiting-Video?

Die kurze Antwort: zwischen 2.500 € und 7.900 € — je nachdem, ob Sie fünf Reels für eine offene Stelle brauchen oder eine komplette Employer-Brand-Kampagne mit Landingpage-Konzept und Ausspielung. Nach oben ist Luft, wenn das Projekt größer wird. Die ehrliche Antwort ist etwas länger, denn zwischen „wir brauchen mal ein Video“ und „wir besetzen diese Stelle“ liegen ein paar Entscheidungen, die den Preis stärker bewegen als jede Kamera.

Alle Zahlen in diesem Artikel sind echte Ab-Preise — keine Lockangebote, sondern reale Untergrenzen. Was ein Recruiting-Video inhaltlich leisten muss, steht auf der Leistungsseite; alle Pakete gesammelt auf der Preisseite.

Die Pakete im Überblick

Für Recruiting gibt es bei mir vier Pakete — vom schnellen Einstieg bis zur Kampagne:

Recruiting-Reels — ab 2.500 €

Fünf Recruiting-Reels mit verschiedenen Inhalten. Kurze Videos im Hochformat, jedes mit eigenem Thema — genug Material, um eine offene Stelle über Wochen sichtbar zu bespielen, statt mit einem einzigen Video zu verpuffen. Was ist drin: Konzeption, Dreh und Schnitt für fünf Reels, jedes eigenständig einsetzbar — organisch auf Ihren Kanälen oder als Anzeige.

Mitarbeiter-Story — ab 3.200 €

Eine vollwertige Filmproduktion von 2–3 Minuten: Ein echter Mitarbeiter erzählt, wie die Arbeit bei Ihnen wirklich ist. Das glaubwürdigste Format im Recruiting — weil Bewerber Menschen zuhören, nicht Unternehmen. Was ist drin: Konzeption, Drehtag mit Interview und Aufnahmen aus dem Arbeitsalltag, kompletter Schnitt bis zum fertigen Film.

Employer-Brand-Film — ab 4.800 €

Der große Film über Sie als Arbeitgeber: Wer Sie sind, wie Sie arbeiten, warum man bei Ihnen bleibt. Für die Karriereseite, für Messen, für alle Stellen — nicht nur für eine. Was ist drin: Konzeption, Produktion und Schnitt des kompletten Arbeitgeber-Films, einsetzbar überall dort, wo Bewerber Sie prüfen.

Employer-Brand-Kampagne — ab 7.900 €

Das Gesamtpaket: Recruiting-Reels und Mitarbeiter-Story kombiniert, ausgespielt über einen längeren Zeitraum — inklusive Landingpage-Konzept, damit Bewerbungen nicht im Nirgendwo landen. Was ist drin: Reels + Mitarbeiter-Story, Ausspielung über einen längeren Zeitraum, Landingpage-Konzept für den Bewerbungsweg.

In jedem Preis eingerechnet: Equipment, Bearbeitung und eine Korrekturschleife mit gesammeltem Feedback. Der verbindliche Endpreis steht nach einem kostenlosen Kennenlerngespräch fest — vorher schätze ich nicht ins Blaue.

Was treibt den Preis nach oben?

Nach vielen Recruiting-Produktionen kann ich sagen: Es sind drei Dinge — und keins davon ist die Technik.

Preistreiber 1: schlechte Absprachen vorab. Wenn vor dem Dreh nicht geklärt ist, welche Stelle besetzt werden soll, wer vor die Kamera geht und was das Video bewirken soll, wird improvisiert. Improvisation kostet — am Drehtag und noch einmal im Schnitt. Deshalb steckt bei mir die meiste Arbeit in der Planung, bevor die erste Kamera läuft.

Preistreiber 2: die Anzahl der Drehtage. Jeder zusätzliche Drehtag kostet nicht nur den Tag selbst, sondern zieht Schnittzeit nach sich. Meistens reicht ein gut geplanter Drehtag — das ist der wirksamste Sparhebel.

Preistreiber 3: Revisionen. Eine Korrekturschleife mit gesammeltem Feedback ist immer im Preis enthalten und wird komplett eingearbeitet. Teuer wird es, wenn Feedback tröpfelt: eine Anmerkung diese Woche, die nächste in zwei Wochen. Wer Feedback gesammelt abgibt, hält das Projekt schnell und den Preis stabil.

Was Kunden oft vergessen

Drei Kostenfaktoren, die in kaum einem Angebot auftauchen — bei mir sind sie eingepreist, aber Sie sollten wissen, dass es sie gibt:

  • Datenspeicherung. 6K-Material und mehrspurige Audioaufnahmen liegen separat und werden doppelt gesichert. Das ist kein Nebensatz — das sind echte Datenmengen, die verwaltet und aufbewahrt werden müssen.
  • Ungeplante Änderungswünsche. Was vorher nicht abgesprochen war, muss anders gedreht oder anders vorbereitet werden. Das ist Mehraufwand — und der einzige Punkt, an dem ein Projekt spürbar teurer wird als angeboten.
  • Die Faustregel zur Schnittzeit: Ein Drehtag zieht das 2- bis 2,5-Fache an Schnittzeit nach sich. Wer zwei Drehtage bucht, bucht also nicht einen Tag mehr, sondern eher drei.

„Das kann doch unser Azubi mit dem Handy“

Ehrliche Antwort: Filmen kann der Azubi, ja. Die Handykameras sind gut genug.

Der Unterschied liegt nicht im Filmen, sondern im Konzept: den B2B-Markt verstehen, die Bewerber verstehen, Recruiting verstehen. Welche Frequenz braucht der Kanal? Was ist das Ziel — Kunden gewinnen, Bewerber filtern oder eine Mitarbeitermarke aufbauen? Das sind drei verschiedene Aufgaben mit drei verschiedenen Inhalten. Wer sie verwechselt, produziert Videos, die niemandem wehtun und niemanden bewegen.

Genau dafür habe ich studiert: Bachelor Digitale Medien, aktuell Master Marketing & Business Psychology. Ich weiß, wo ich ansetzen muss, wenn ich das Problem höre — und das ist der Teil, den kein Handy ersetzt.

Recruiting-Video oder Stellenanzeige?

Kurz und ehrlich: Ein Video ersetzt keine gute Stellenanzeige. Die Anzeige beantwortet, was der Job ist — Aufgaben, Gehalt, Rahmenbedingungen. Das Video beantwortet, wie es sich anfühlt, bei Ihnen zu arbeiten. Bewerber brauchen beides: Das Video macht aufmerksam und baut Vertrauen auf, die Anzeige und der Bewerbungsprozess müssen trotzdem stimmen. Wer eine schwache Anzeige mit einem starken Video kompensieren will, verbrennt Budget. Mehr dazu, wo die Grenzen liegen: Was ein Recruiting-Video nicht kann.

Aus einem echten Projekt

Zahnarztpraxis

Zahnmedizin · Raum Stuttgart

Problem Eine ZFA war kurzfristig abgesprungen — die Stelle musste schnell besetzt werden, die Praxis war als Arbeitgeber lokal kaum sichtbar.

Umsetzung Von der Anfrage zum Drehtermin in drei Tagen. Recruiting-Formate für paid und organisch, eine neue Bilderwelt für die Praxis, Meta-Anzeigen mit Werbebudget — und eine Landingpage, die Bewerber vorsortiert, bevor sie im Postfach landen. Gesamtvolumen: rund 5.000 € inklusive Werbebudget.

Ergebnis Die Bewerbungen liefen vorsortiert ein, die ZFA-Stelle ist inzwischen besetzt — und die Praxis wurde lokal messbar bekannter.

Mehr zum Recruiting-Video
Behandlungszimmer einer Zahnarztpraxis mit Behandlungsstuhl und Tageslicht

Dass dieser Ansatz über die einzelne Stelle hinaus wirkt, zeigt ein anderer Kunde aus demselben Feld: Für die Praxis Klossok gingen innerhalb eines halben Jahres sieben Reels viral — mit über 100.000 Aufrufen.

„Das hat mir geholfen, als Arbeitgeber sichtbarer zu werden, meine Werte nach außen zu transportieren.“
Dr. Thomas Klossok, Zahnarzt

Damit Sie mit den richtigen Leuten für die richtigen Leute arbeiten.

Aus der Praxis

Eine offene Stelle kostet immer mehr als das Recruiting-Video und die Kampagne — und je länger sie offen bleibt, desto teurer wird sie. Mit einer Kampagne suchen Sie aus, wen Sie einstellen, statt zu hoffen, dass sich überhaupt jemand meldet. Und genau darum geht es: nicht einfach jeden einzustellen, sondern sinnvoll auszuwählen.

Julius Schade Julius Schade Videograf, Julius Schade Media

Häufige Fragen: Recruiting-Video-Kosten kurz beantwortet

Was kostet ein Recruiting-Video für den Mittelstand?

Dieselben Pakete wie für alle: Recruiting-Reels ab 2.500 €, Mitarbeiter-Story ab 3.200 €, Employer-Brand-Film ab 4.800 €, die komplette Kampagne ab 7.900 €. Es gibt keine versteckten Mittelstands-Aufschläge — der verbindliche Preis hängt von Umfang und Drehtagen ab und steht nach einem kostenlosen Kennenlerngespräch fest.

Gibt es Beispiele für Recruiting-Videos?

Ja — echte Projekte, keine Showcases: In den Video-Referenzen sehen Sie umgesetzte Produktionen aus Handwerk, Praxen und Mittelstand. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie die Pakete in der Praxis aussehen.

Sind Korrekturen im Preis enthalten?

Ja — eine Korrekturschleife mit gesammeltem Feedback ist immer enthalten und wird vollständig eingearbeitet. Wer Feedback gesammelt statt tröpfelnd abgibt, bleibt bei dieser einen Schleife — und beim vereinbarten Preis.

Was ist der Unterschied zwischen Recruiting-Video und Employer-Branding-Film?

Das Recruiting-Video (Reels oder Mitarbeiter-Story) besetzt eine konkrete Stelle — jetzt. Der Employer-Brand-Film baut Ihre Arbeitgebermarke langfristig auf, für alle Stellen. Beides zusammen ist die Employer-Brand-Kampagne. Ausführlich: Recruiting-Video oder Imagefilm?

Ersetzt ein Recruiting-Video die Stellenanzeige?

Nein. Das Video macht aufmerksam und baut Vertrauen auf — die Stellenanzeige liefert die Fakten zum Job und muss für sich stehen können. Am besten funktioniert beides zusammen: Video für die Sichtbarkeit, Anzeige und Bewerbungsprozess für den Abschluss.

Die Recruiting-Video-Checkliste als PDF.

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Konkreter Preis

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30 Minuten Kennenlerngespräch, kostenlos und unverbindlich — danach haben Sie einen verbindlichen Preis für Ihre Stelle statt einer Schätzung.

Julius Schade

Über den Autor

Julius Schade

Videograf & Fotograf aus dem Rhein-Neckar-Raum, B. A. Digitale Medien (DHBW). Über 150 Produktionen für den Mittelstand — Imagefilme, Recruiting-Videos, Business-Fotografie; den ersten Imagefilm verkaufte er mit 17. Kameramann, Sound-Engineer und kreativer Kopf hinter Julius Schade Media.

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